31. Jul 2021

KDFB unterstützt Müttergenesungswerk mit großzügiger Spende

Gerade in den letzten eineinhalb Jahren, in denen wir mit der Pandemie und ihren Folgen zu kämpfen haben, sehen sich Familien extrem hohen Belastungen ausgesetzt. Daher ist die Arbeit des Müttergenesungswerkes heute wichtiger denn je.

Sie wollen mit ihrer Spende Eltern und Pflegende unterstützen
Sie wollen mit ihrer Spende Eltern und Pflegende unterstützen
Vertreterinnen des KDFB. Von links: Mathilde Engelmeier, Rita Josephs; Verena Ising-Volmer, Gertrud Ridder-Menne; Dr. Anne Deter
© Johanna Hagenhoff

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) in der Diözese Paderborn und der Delbrücker Zweigverein des KDFB spenden insgesamt 1.000 Euro für die Arbeit der Müttergenesungswerke. Diese Spenden helfen, Eltern und Pflegende zu stärken und ihnen neue Kraft zu geben. In der „Katholischen Arbeitsgemeinschaft Müttergenesung“, wie es offiziell heißt, werden die Spenden dringender gebraucht denn je. Nie waren die Beratungsanfragen so hoch wie jetzt. Mütter und Väter haben sich im Spagat zwischen Kinderbetreuung und häuslichem Schulunterricht, Beruf und Haushalt aufgerieben. Andere sind nach den isolierten Monaten mit einem pflegebedürftigen Angehörigen an die Grenzen ihrer körperlichen und nervlichen Kräfte geraten. Den Ausstieg aus dem Hamsterrad bietet eine Kur mit dem Müttergenesungswerk.

Für ein Kur zahlt die Krankenkasse. Für das deutschlandweit flächendeckende Netz der 1.200 Beratungsstellen des Müttergenesungswerkes gibt es allerdings in den wenigsten Fällen öffentliche Förderung – die katholischen Beratungsstellen werden deshalb in der Regel von der Kirche und eben über Spenden finanziert. Der KDFB auf Ebene der Diözese Paderborn und im Zweigverein Delbrück leistet mit seiner gemeinsamen Spende hierfür einen wichtigen Beitrag.

Hintergrund
1903 von katholischen Frauen in Köln gegründet, engagieren sich seither Frauen aller Altersgruppen im Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche. Sie wissen: ohne Frauen ist kein Staat zu machen: keine Familie, keine Schule, keine Pflege, keine Kirche, kein Ehrenamt. Der Verband setzt sich für Gleichberechtigung und Chancengleichheit für Frauen in Kirche, Gesellschaft und Politik ein und kämpft für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie für eine frauengerechte Renten-, Gesundheits- und Sozialpolitik.

Das Müttergenesungswerk ist bundesweit die einzige Organisation, die politische Arbeit für Kurmaßnahmen für Mütter, Väter und pflegende Angehörige macht und diese auch praxisnah unterstützt. Es ist der Verdienst einer jahrzehntelangen fachlichen und politischen Arbeit. Die Gründerin Elly Heuss-Knapp, die Frau des ersten Bundespräsidenten, legte 1951 mit ihrer Rede vor dem Deutschen Krankenkassentag den Grundstein für die Zusammenarbeit mit den Krankenkassen. Sie erreichte mit den Spendensammlungen rund um den Muttertag, dass tausende Mütter für die Kur unterstützt werden konnten.
Heute nehmen jährlich fast 50.000 Mütter, an die 2.000 Väter und mehr als 70.000 Kinder an Mütterkuren, Mutter-Kind-Kuren und Vater-Kind-Kuren in über 70 Kurkliniken im Müttergenesungswerk teil sowie rund 700 Pflegende. Zudem befasst sich das Müttergenesungswerk mit neueren Themen, wie der gesundheitlichen Unterstützung von Vätern und pflegenden Angehörigen. Die Organisation fordert aktuell ein gesetzliches Recht auf Beratung und Begleitung vor und nach einer Kur für Mütter, Väter und Pflegende.
Das Müttergenesungswerk kooperiert mit fünf Wohlfahrtsverbänden: Beraterinnen und Berater helfen Betroffenen vor Ort bei der Beantragung, Vorbereitung und Kurnachsorge – in über 1.000 Beratungsstellen. Soweit die Spendenmittel reichen, werden auch einkommensschwache Menschen finanziell unterstützt.

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