23. 11. 2025
Delbrück. Von Händel bis Abba: Die Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Delbrück bildete eine akustisch wie visuell beeindruckende Kulisse mit gezielter Kirchenraum-Akustik. Hermanns Blech überzeugte mit homogenem Klang, feiner Intonation und spielfreudiger Präsenz.

Die fünf Profi-Bläser aus Detmold mit Manuel Konnerth und Oliver Ahnepohl (je Trompete), Fernando Cienfuegos Pérez (Horn), Matthias Krüger (Posaune) und Kalin Hadzhipopov (Tuba) spielten zusammen mit Christoph Süßer an der Orgel ein Konzert auf hohem Niveau.
Nach dem festlichen „Processional March“ von Händel, in dem perfekt die Gleichberechtigung von Bläsern und Orgel sowohl im Wechsel als auch zusammen gezeigt wurde, folgten mit „Pie Jesu“ und Ausschnitten aus „Jesus Christ, Superstar“ zwei Werke des Musical-Komponisten Andrew Lloyd Webber. Hier zeigte sich farbenreiche Klangfülle der Orgel und der Blechblasinstrumente, bei der auch die hohe Piccolotrompete von Manuel Konnerth zum Einsatz kam. Bei „Thank You for The Music“ von Abba wurde im Publikum mitgesummt.
Mit drei Solo-Orgelstücken präsentierte Süßer die Vielfalt der von der Firma Winterhalter neu gestalteten und renovierten Orgel, die sowohl für Klassiker (Buxtehude, Mendelssohn) als auch für neue englische romantische Musik (Christopher Tamblin) hervorragend geeignet ist. Auch im Zusammenspiel mit den Blechbläsern zeigte die Orgel, wie ein Zuhörer sagte, „ordentlich Wumms“, der bei Flor Peters „Entrata Festiva“ und auch für die Zugabe mit dem „Marche triomphale“ von Sigfrid Karg-Elert nötig war. Zuvor war es nochmal andächtig: Mit dem eigens für die Bläser und Orgel arrangierten „Ave Maria“ von Franz Schubert spürte man förmlich, dass die zahlreich anwesenden Zuhörerenden mitbeteten. Am Ende des Konzerts kam von ihnen, angemessener Dank an die Musiker, der Beifall kräftig und stehend für dieses gelungene Konzert.